Lillys Blog Auch Dackel bloggen


6. Dezember 2007

Diese blöde Wendeltreppe

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 14:24

Also manchmal bin ich ja allein im Haus und dann ärgere ich mich über diese blöde Wendeltreppe. Und das kam so.

wendeltreppe1Ich war ungefähr eine Woche bei meinem Rudel und habe jeden Abend beobachtet, wie Dagmar und Michael die Wendeltreppe nach oben gingen. Dann habe ich sie immer noch reden gehört und dann war Stille. Naja so richtig Stille war nicht, denn Michael hat so komische Geräusche von sich gegeben, ich glaube das heißt schnarchen oder so.
Morgens kamen sie dann die Wendeltreppe runter und ich begrüßte sie freundlich. Aber warum nahmen die beiden mich am Abend nicht mit, warum verheimlichten sie mir die Zimmer, in die ich nur über die Treppe kam?
Sonntags schlafen die beiden ja immer etwas länger und das finde ich nicht okay. Ich bin längst wach und achte auf jedes Geräusch, aber keiner kommt. Nun kann ja was mit meinem Rudel passiert sein, also muß ich doch nachsehen, ob alles in Ordnung ist. Ich also mein Herz in alle vier Pfoten genommen und diese scheussliche Treppe ganz langsam hochgeklettert. Ich hatte vielleicht Angst. Zwischen den Stufen konnte man runter sehen und auch wenn ich zur Seite sah, ich schlotterte richtig vor Angst. Aber egal, ich mußte unbedingt wissen, was mit meinem Rudel ist. Vorsichtig, Stufe für Stufe, bin ich nach oben geklettert. Endlich war ich oben. Und was sah ich da? Da liegt mein Rudel und schläft. Da bin ich zu Michael, der hatte nämlich seinen Arm raushängen und habe ihn angestupst. Der fuhr hoch und sagte, alte Kröte, wer hat Dich denn geholt? Ich hab mich ja gefreut, ich habe gewedelt, so schnell ich konnte und da wurde auch Dagmar wach. Was haben wir da oben getobt. Ich verrate Euch mal, Cheffe war richtig stolz auf mich, er sagte, meist haben Hunde Angst, auch ältere, wenn sie Treppen besteigen müssen, wo die Stufen offen sind.
Da hat er mal wieder gesehen, das traf vielleicht auf seine Jagdhunde zu, aber nicht auf mich, das hat er davon zu sagen “Winzling”.
Runtergehen konnte ich nicht sofort, aber bald konnte ich diese Wendeltreppe rauf und runterrennen.
Und wenn mein Rudel mal weg war, bin ich schnell rauf und habe mich ins Bett gelegt. Das hatte Cheffe zwar verboten, Hund im Bett, aber das hat er ja nicht gemerkt. Ich musste immer nur aufpassen, dass ich ganz schnell unten war, wenn sie nach Hause kamen. Aber im Bett ist das ja so schön. Dagmar hat manchmal gemerkt, dass ich im Bett war, weil es eine Beule hatte, wo ich geschlafen hatte, aber Cheffe hat davon nichts erfahren. Ã?Å?berhaupt, Männer müssen nicht alles wissen. Denn was sie so wissen, wissen sie auch noch besser. Meinen sie immer.
Aber irgendwann beim Hochklettern, da habe ich nicht aufgepasst und bin die Treppe runtergefallen. Das tat vielleicht weh, das könnt Ihr Euch nicht vorstellen. Und keiner da, der mich streichelt und tröstet. Seit dem Tag klettere ich diese blöde Wendeltreppe nicht mehr hoch, ich weiß ja auch jetzt, wie es da oben aussieht.

5. Dezember 2007

Dienstag ist Mülltag

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 16:28

Auf den Dienstag freue ich mich immer ganz besonders. Da ist nämlich Mülltag, einmal werden die gelben Säcke abgeholt und einmal die Mülltonne. Die kommen immer schon ganz früh. Michael ist oft am Montag zu faul, sie wegzubringen, dann macht das manchmal Dagmar, aber meist muß Michael am Dienstag den Müll erledigen. Er ist dann immer mürrisch, weil das vor dem Frühstück erledigt wird und vor dem Frühstück ist das sehr schwierig. Er sagt immer zwischen Aufstehen und Frühstück ist eine tote Zeit. Ich weiß nicht, was das bedeuten soll.
Aber das mit dem Müll ist so, dass er die Tonne an die Strasse rollen muß und das sind vom Haus aus über die Zufahrt schon ein paar hundert Meter.
alleeWenn er dann morgens zu mir sagt: Los Müll - dann kenne ich kein Halten, das ist ein Spaß. Ich belle vor lauter Freude ganz laut, renne zur Tonne und wieder zurück, drehe ein paar Ehrenrunden ums Haus und dann sehe ich, wie Cheffe mit der Tonne im Schlepptau loszieht, könnte man einen Film drehen: Der alte Mann und die Tonne. Erst schleppt er sie über das Pflaster vor der Remise, das macht ordentlich Krach, das gefällt mir, ich belle mit dem Lärm um die Wette. Dann geht es durchs Tor, die Zufahrt hoch. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie ich mich freue, Cheffe muß die schwere Tonne ziehen oder die gelben Säcke schleppen - und das vor dem Frühstück. Das ist ja fast Höchststrafe für ihn.Bevor es dann von der Strasse zurück geht, erledige ich alles, was so zu erledigen ist und renne über die Koppel. Schade, dass jetzt keine Kühe mehr da sind, die sind schon im Stall, aber wenn ich die morgens vor dem Melken noch mal ein wenig scheuche, freut sich der Bauer, die brauchen doch Bewegung. Michael schüttelt immer nur den Kopf und fragt mich, “wer hat Dich eigentlich gekauft?”
Zurück im Haus zeige ich ihm natürlich, wo die Leckerchen stehen, denn schließlich habe ich doch mein Frühstück verdient, es ist ganz schön anstregend Michael zuzusehen, wie er sich abrackert. Und gestern hat das geregnet. Mir macht das ja nichts aus, aber Cheffe war ganz schön stinkig, Ã?­ch glaubem der hat glatt beim Frühstück 2 Tassen Kaffee mehr getrunken. Jetzt freue ich mich schon auf den nächsten Dienstag.

3. Dezember 2007

Langweiliger Sonntag

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 09:02

Gestern war ein richtig langweiliger Sonntag. Dagmar und Michael wollten ausschlafen, klar nach der Weihnachtsfeier, nein, sorry Michael, Jahresendfeier. Um 9:30 Uhr kam dann Michael noch verschlafen nach unten, ging ins Bad und da kam auch schon Dagmar und ich bin erst mal raus. Es hatte gestürmt, und da mußte ich doch nach dem Rechten sehen. War aber alles okay, nur die Teiche sahen so schön aus, der Sturm hat das Entenflott an den Rand gedrückt, ich wäre am liebsten mal schnell eine Runde geschwommen. Aber das hätte Ärger gegeben, weil ich danach angeblich immer stinke und dann muß ich geduscht werden.
Aber ich habe mir etwas überlegt, wie ich die beiden ein wenig ärgern kann, wenn sie mich schon die halbe Nacht allein im Haus lassen. Ich habe mir ein Bällchen geholt und damit direkt vor dem Schrank gespielt. Wenn ich sicher war, dass keiner mich beobachtet, habe ich den Ball einfach unter den Schrank gekickt. Dann habe ich mich davor gelegt und getan, als wollte ich ihn unter dem Schrank rausholen.Erst habe ich geknurrt, keine Reaktion vom Rudel, leicht gebellt, immer noch nichts, dann laut gebellt. Michael sieht Dagmar an, naja, er ist morgens besonders faul, Dagmar steht auf, kniet sich hin, steht wieder auf und holt einen Stock. Ich begleite das mit lautem Bellen. Worauf Michael ruft, Dagmar, kannst Du Deinen Hund nicht mal zur Ordnung rufen? Dagmar: Ich dachte immer, Du bist der Hundekenner. Michael: Aber es ist Dein Hund (Quatsch, die beiden gehören mir). Schon kniet Dagmar wieder und fischt mein Bällchen hervor. Kaum sitzt sie, mache ich das Spielchen noch einmal. Diesmal steht der Meister auf, kniet sich, holt den Ball und wirft ihn quer durchs Zimmer. “Das ist ein Spiel für Doofe, lass das jetzt” meint der goße Hundekenner. Aber mich kennt er noch nicht, mich den Winzling. Ich gehe in das andere Zimmer und flutsch ist der Ball wieder unter dem Schrank.
Ich liebe diese Spiele, weil ich immer gewinne. Man soll mich ja auch nicht einfach allein lassen wegen so ner blöden Feier.
P.S. Dagmar hat mir von der Weihnachtsfeier ein schönes Stück Entenbrust mitgebracht. Wär auch sonst sehr enttäuscht gewesen.

1. Dezember 2007

Weihnachtsfeier oder was????

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 12:56

Heute abend bin ich allein. Dagmar und Michael sind weg, wo, das habe ich nicht ganz kapiert.
Michael sagt zwar immer, ein Hund kann nicht logisch denken, aber das hier versteht sicher auch kein Mensch, der logisch denken kann. Die Vorgeschichte:

Immer wenn eine Einladung zu einer Weihnachtsfeier per Brief oder Telefon kommt, sagt Michael ganz freundlich, dass er leider an diesem Abend schon einen wichtigen Termin hat. Kaum hat er aufgelegt, sagt er laut: Ich kann diese Weihnachtsgekacke   nicht ertragen. Die sollen mir wegbleiben.
Aber was höre ich da vor ein paar Tagen? Da sagt Dagmar, sie hätte keine Lust am Sonnabend mit zur Weihnachtsfeier zu gehen. Da entspann sich folgender Dialog. Michael: Das ist keine Weihnachtsfeier, das ist eine Jahresendfeier. Dagmar: Kann nicht sein, es ist ja kein Silvester und das Jahr ist noch nicht zu Ende. Michael: Und weil noch kein Weihnachten ist, kann es auch keine Weihnachtsfeier sein und außerdem, kannst Du mir ja auch mal einen Gefallen tun.
Was ist denn jetzt heute bloß? Weihnachtsfeier oder Jahresendfeier? Eins weiß ich aber genau, Michael geht dahin, weil er da alle seine Kumpels trifft und im Grunde ist es ihm wohl egal, wie das heisst, das ist ihm wichtig. Um seine Kumpels zu treffen, würde er auch auf eine Weihnachtsfeier gehen. Und wetten, dass er heute seine Schuhe sogar selber putzt? Ich kenne ihn doch. er mit seinen Kumpels.
Aber ich glaube, er hat ein schlechtes Gewissen. Eben zog er seine Jacke an und sagte, dass er mal schnell zum Einkaufen fährt. Dagmar sagte, ich habe gestern schon alles eingekauft. Aber schon war er weg.

Und als er wiederkam, hatte er beim Fleischer für mich ein schönes Stück Rinderherz gekauft.
Dann mach ich eben meine eigene Weihnachtsfeier/Jahresendfeier.
Schön wäre es, würde ich neben Fleischermeister Freese wohnen!
rinderherz1.jpg

30. November 2007

Im Fresstempel

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 13:54

Ganz genau erinnere ich mich nicht mehr, ich muß so ungefähr ein gutes halbes Jahr alt gewesen sein. Michael sagte da zu Dagmar, das kommt der Kunde (den Namen habe ich vergessen) aus Kassel mit seiner Frau, um Steintrennmaschinen für sein Betonwerk   zu kaufen. Nach dem Gespräch müssen wir mit ihm in den Fresstempel gehen, wo es immer 3 Erbsen an 4 Bohnen auf 2 Kartoffeln gibt.
Ich wurde schon ganz unruhig, aber Dagmar sagte, wenn Du dich anständig benimmst, nehmen wir Dich mit. Michael murmelte dann noch sowas, da werd ich ja nie satt, vorher schiebe ich mir besser noch nen Döner rein. Kenne ich nicht, Döner. Früher hat er wenn er unterwegs war, immer mal gesagt, dass er sich einen Döner holt. Jetzt sagt er das nicht mehr, Dagmar meinte nämlich mal, denk an das Gammelfleisch.
Wir also in diesen Fresstempel, wo die Aussicht schon mit 50 % Aufschlag auf die Preise berechnet wird.
Michael sagte zu Dagmar, für den Preis der Suppe machen andere 3 Tage Urlaub. Ich hatte ja nichts von dem Essen, ich konnte nicht mal aus dem Fenster sehen. Michael sagte zu mir: Hundeplatz! Und ich legte mich gemütlich unter den Tisch und schlief. Vorher hat Michael noch seinen Fuß auf die Leine gestellt. Als ich dann wach wurde, war es langweilig unter dem Tisch. Aber ich sah ganz viele Beine, also waren da ja viele Menschen, die ich unbedingt noch kennenlernen mußte.
Da habe ich ganz vorsichtig, damit Michael nichts merkt, angefangen, die Hundeleine durchzubeissen. Herrlich! Das Leder schmeckte so gut, aber ich wollte ja zu den anderen Gästen. Da die mein Rudel mit den Kunden in intensiver Unterhaltung war, habe ich die Gelegenheit ergriffen und bin erst mal weggeflitzt. Da saßen 2 am Tisch. Ich mich davor gesetzt und sie mit meinen Dackelaugen angesehen. Aber die haben nicht reagiert. Also zum nächsten Tisch, die waren ja so nett. Die haben mich gestreichelt und gekrault und ich habe mich gleich auf den Rückengelegt, das war richtig schön. Und so bin ich gemütlich von einem Tisch zum nächsten gegangen. Alle Menschen haben gelacht und sich gefreut und mein Rudel hat nichts gemerkt.
An einem Tisch haben die beiden Gäste mir überhaupt keine Beachtung geschenkt. Da bin ich etwas am Hosenbein der Dame hochgesprungen. Die hat vielleicht geschrien, so hat die sich erschrocken. “Nehmen Sie sofort den Hund da weg” kreischte sie in dem Lokal, die Kellner kamen so schnell angeflitzt, da wäre sogar mein Freund Pepe neidisch geworden. Da merkte auch mein Rudel, was ich angestellt hatte. Michael stand auf, holte mich, tat so, als würde er mit mir schimpfen  und flüstere mir ins Ohr: “Haste gut gemacht, Du alte Gewitterzicke”. Dann bin ich aber ohne Leine ganz brav unter dem Tisch geblieben. Schade, wenn Pepe dabei gewesen wäre, wäre es sicher noch viel lustiger geworden.

29. November 2007

Mein Freund der Kater Pepe

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 17:30

Es waren ja viele neue Sachen, die ich kennengelernt habe. Nur Hunde waren nicht da. Unsere Nachbarn hatten einen großen Berner Sennhund, Boy, ein ganz lieber Freund, aber damals war der auf Amrum und machte dort 2 Monate Urlaub.
Leider ist Boy mit Christa und Jürgen vor 3 Jahren weggezogen, wir waren alle ganz traurig und nachher habe ich gehört, dass Boy leider gestorben ist.
Auf der Koppel waren zwar viele Kühe, aber das ist langweilig. Als ich größer war, habe ich die immer über die Koppel gejagt, das hat vielleicht gestaubt!!! Michael hat zwar immer gemeckert und gesagt, der Bauer würde mich eines Tages erschiessen, aber der redet oft so einen Blödsinn. Es macht doch so viel Spass, 50 Kühe mit Gebell über die Koppeln zu jagen. Ich bin zwar ein Winzling, Michael, aber das hätten selbst Deine großen Jagdhunde nicht geschafft. Sonnabends sind wir immer in die Hundeschule zur Spielstunde gegangen, da konnte ich Michael zeigen, dass ein Winzling ganz schön clever ist und schön war es auf Spaziergängen, wenn wir andere junge Hunde oder Welpen getroffen haben.

Aber einen guten Freund hatte ich sofort. Pepe. Michael sagt immer, das ist der Revierkater, aber das stimmte nicht. Pepe hat mir mal gesagt, dass er für Katzen nichts übrig hat, er sei kastriert. Pepe lebte nicht im Haus bei unseren Nachbarn, er lebte im Pferdestall, wo aber keine Pferde mehr sind. Er wurde jeden Tag gefüttert, da stand bei Christa auch immer eine Schale Milch. Wenn Pepe nicht aufgepasst hat, bin ich schnell hin und hab sie ausgeschleckt. Leider war meine Schnauze dann immer ganz weiß und das hat mich verraten. “Sauf keine Milch, Du kriegst nur die Scheisserei” hat Michael gesagt. Aber die schmeckt so gut, lieber die Scheiss…, als auf die Milch verzichten. Abends kam Pepe dann in der Küche auf die Fensterbank und holte sich noch eine Extraportion Futter ab.
Wenn Pepe richtig gute Laune hatte, legte er mir eine tote Maus hin. Als Zeichen der Freundschaft habe ich die die dann sofort gefressen. Dagmar drehte sich der Magen um und Michael schüttelte nur mit dem Kopf und mumerlte sowas wie “alte Zicke”.
Mit Pepe habe ich immer richtig getobt, aber in den letzten Jahren wurde er sehr alt und wollte nicht mehr. Ich habe mit Pepe geschimpft, habe gebellt, aber er gab mir einfach ein paar Ohrfeigen, was mich immer noch wütender machte, aber er hatte einfach keine Lust zum Spielen und Toben.
Die letzte Zeit hat er dann beim Nachbarn im Haus gelebt. Eines Tages im Frühjahr war Pepe verschwunden, wir haben ihn überall gesucht. In der Zeit wurden die Wiesen und Koppeln gemäht und wir nehmen an, dass Pepe von einem Mäher überfahren wurde.
Mach’s gut alter Junge! I miss you!

Pepe1

Aufforderung zum Tanz!

pepe2

Was ist das denn für ein Tanz? Kenne ich nicht.

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Okay, Du führst, Pepe. Mal bin ich unten….

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mal bist Du unten. Der Tanz gefällt…..

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und am Schluss gehen wir gemeinsam Leckerchen fressen.

28. November 2007

Bei meinem neuen Rudel

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 21:31

Fast neun Wochen war ich bei dem Züchter in Rendsburg und habe mit meinen Geschwistern gebalgt. War eigentlich richtig schön. Ich mußte nichts machen, nur fressen und schlafen und wachsen. Zwischendurch kam mal so ein Kerl, der hatte so Spritzen in der Hand und hat uns alle gepickst, naja, tat nicht richtig weh, aber ich glaube, die nannten den Tierarzt oder so. Geschlafen haben wir alle in einer schönen Kiste, haben übereinander gelegen und alle paar Stunden kam unser Züchter, lud uns in eine Wanne und brachte uns in den Garten. Auf dem Foto von gestern könnt Ihr das ja gut sehen. Er sagte immer, wir sollen uns lösen. Michael sagt dazu immer, ich soll Bächlein machen. Dann tobten wir noch auf dem Rasen rum bis wir hungrig und müde waren, bekamen Milch von unserer Mutter und Futter aus dem Napf, so ging das jeden Tag.
Zwischendurch kamen dann immer Dagmar und Michael. Hab mich schon immer gefreut, denn dann bekam ich ein paar Extraportionen Krauler und Streichler und konnte bei meinen Geschwistern angeben.

Eines Tages kam der Züchter, lud mich mit seiner Frau ins Auto und dann ging es nach Bullenkuhlen. Komischer Name, dachte ich, mal sehen, was so auf mich zukommt. Ganz allein, ohne meine Brüder und Schwester. Mensch, war ich aufgeregt, dieses Auto, die Geräusche. Dann kamen wir an. Dagmar und Michael hatten schon gewartet, ich durfte gleich auf dem Rasen laufen, bekam Wasser zum Saufen und dann setzen die sich in den Gartenpavillion und tranken Kaffee. Ich war ja sooo müde und bin gleich im Pavillion eingeschlafen. Als ich wach wurde, waren meine Züchter weg, jetzt war ich ganz allein mit meinem Rudel.
Bin dann den beiden immer nachgelaufen, wollte sehen, was es in Bullenkuhlen so alles gab und was die so machten.
Das waren ja neue Eindrücke……

rasen.jpg
Ich weiß nur noch, abends im Haus lag ich in meinem Körbchen und habe meine Geschwister vermisst und ein wenig gejault. Dagmar und Michael sind eine Wendeltreppe nach oben gegangen, jetzt war ich ganz allein.
Am nächsten Morgen, als beide runterkamen, habe ich mich riesig gefreut, endlich war mein Rudel wieder zusammen. Ich habe mich so gefreut, dass ich ein kleines Freudenbächlein gemacht habe, aber das kam danach nie mehr vor, ich hatte ja gelernt, dass man das draußen auf dem Rasen erledigt. Nie mehr, so ganz stimmt das nicht, ich glaube 2 x ist das noch passiert.
Aber da verstand ich Michael nicht. Ich lag vor der Tür und wollte raus. Und er? Er las Zeitung und wenn der Zeitung liest, vergisst der die Welt um sich herum. Da muß er sich nicht wundern. Sonst ist er ja okay und seine Stimmung erkenne ich daran, wie er zu mir spricht. ââ?¬Å¾Mein Mädchenââ?¬Å?, dann ist er gut gelaunt, dann kann ich mir alles erlauben, ohne dass er böse wird. Wenn er sagt. ââ?¬Å¾Olle Kanalratteââ?¬Å?, dann hau ich lieber ab in mein Körbchen, das sagt er nämlich immer, wenn ihm was nicht gefällt, was ich so angestellt habe.
Und manchmal muß man ja was anstellen, sonst ist es doch langweilig in Bullenkuhlen.
Davon schreib ich, wenn er wieder vor seinem Fernseher sitzt und bloggt. Manchmal raunt er seinen Fernseher an, (er nennt den Fernseher PC oder Computer) ââ?¬Å¾Mistding, ich schmeiß Dich gleich in die Elbeââ?¬Å?.

27. November 2007

Wie alles so begann

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 21:41

Ich heiße Lilly und bin der Rauhhaardackel von Dagmar und Michael. Das Wort “Frauchen und Herrchen” mag ich nicht und habe deshalb beschlossen, darauf nicht zu reagieren. Schließlich bin ich ein Dackel.Seit einem Jahr ist es immer mal gaaanz langweilig. Dann bloggt Michael und ich liege nur rum und warte, dass was passiert. Aber nichts passiert, überhaupt, wenn Dagmar und Michael an diesem scheußlichen Fernseher sitzen, sie sagen dazu PC, passiert nichts.
Ist ja auch kein richtiger Fernseher, denn sonst könnte ich ja da die Sendung mit der Maus sehen.Also habe ich mir gedacht, wenn der Chef im Haus bloggt (Chef, haha, da muß ich heimlich lachen - das verrate ich Euch jetzt schon, das sagt er immer von sich, ist er aber nicht, erst komme ich in der Rangfolge, dann Dagmar und dann erst er, er ist nur so etwas wie ein Abteilungsleiter hier bei uns), dann kann ich in die Zeit ja auch bloggen und Euch von mir erzählen. Was ich so erlebt habe und ganz besonders, wie ich mein Rudel Dagmar und Michael erzogen habe. Ich erzähle hier mal, was ich so alles erlebt habe und erlebe.
Ich stelle mich mal vor. Dass ich Lilly heiße, das wisst Ihr ja jetzt, ich bin in der Nähe von Rendsburg geboren, das ist da, wo der Nord-Ostsee-Kanal ist, also weit im Norden und bin jetzt 8 ½ Jahre alt. Und ich habe schon so vieeel erlebt, davon erzähle ich Euch.

lillys_wurfkiste.jpg

(Mit meinen Geschwistern )

Augenblick, ich muß mal eben zwischenspeichern ââ?¬â?? sonst muß ich wieder von vorne anfangen, immer die Belehrungen von Michael, dabei speiche ich ganz ungern, oder kennt Ihr einen Hund, der seinen Knochen oder seine Würstchen speichert?
Als ich so 4 oder 5 Wochen alt war, kamen die beiden von meinem Rudel, Dagmar und Michael. Sie wollten unbedingt eine Hündin haben, ich hatte noch eine Schwester, also war die Auswahl nicht groß. Da nahmen die beiden mich abwechselnd auf den Schoss, war ja ganz schön, ich wurde gekrault und gestreichelt, aber als ich sah, dass meine Geschwister Hunger hatten und bei meiner Mama säugen wollten, bin ich runter und habe meinen Bruder von der dicksten Zitze, die immer am meisten Milch gibt, verjagt, Das hat Michael richtig gut gefallen, er meinte nämlich, er will keinen Hosenscheisserhund. Soââ?¬â?¢n Quatsch, als wenn ich Hosen tragen würde. Der redet nämlich oft so einen Blödsinn, ich hör dann schon gar nicht mehr hin.
Jedenfalls hörte ich, wie er sagte, dass er unbedingt einen Hund aus jagdlicher Zucht wollte.
Er hatte vorher nämlich immer große Jagdhunde und wollte jetzt mal einen “Winzling”. Winzling, so was Blödes - der wird sich wundern dem werde ich es zeigen was ein Rauhhaardackel für ein Winzling ist.
Jagen geht Michael ja schon lange nicht mehr. Er sagt, in Großstadtnähe ist die Jagd verkommen, da will er nichts mit zu tun haben. Aber ich merke schon, wie es ist, wenn er so mit mir durch die Feldmark streift. Was der alles sieht. Der sieht in 200 m jeden Fuchs, aber auf 2 m sieht er nicht, wenn Dagmar ein neues Kleid hat. Das nur so nebenbei.
Wie das alles so weiterging, wie ich Dagmar und Michael erzogen habe erzähle ich dann, wenn Michael wieder bloggt.