Lillys Blog Auch Dackel bloggen


1. Januar 2008

Für das Jahr 2008

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 17:12

wünsche ich allen meinen 4-beinigen Freunden ein tolles Jahr, viele leckere Würstchen, viel leckeren Rinderpansen (der nicht stinkt, - gell Dagmar- ), Schweineohren, die nicht dick machen, Cheffe, die nicht schimpfen und dass ihr immer schön sauber vom Toben ins Haus kommt, damit ihr nicht immer geduscht werden müßt.
Meinen 2-beinigen Freunden wünsche ich viel Geduld mit uns, immer eine freie Hand zum Streicheln, ein paar Leckerchen in der Tasche und viele Lacher, wenn wir wirklich einmal Dummheiten machen.
Eure Lilly!

Heute war hier nur Faulheit angesagt, aber klar, wenn das Rudel so spät ins Bett geht. Aber gestern, Silvester, schien die Sonne und wir sind zum langen Silvesterspaziergang aufgebrochen. Michael geht ja gerne in den Heeder Forst (da wohnt ein Kunde, der viele Kettensägen bei Cheffe gekauft hat), also mit dem Auto die paar km dahin, ich konnte es kaum erwarten, auszusteigen. Was bin ich gerast!
Dann habe ich angefangen, den Forst aufzuräumen und schon mal das ganze Kleinholz und die Stöckchen rauszuholen.

lilly

Dann ging es noch in die Feldmark, die Sonne ausnutzen (die wollten doch wohl nicht braun werden?). Da waren am Forstrand so viele Fuchslöcher, Michael hat mir aber nicht erlaubt, den Fuchs zu sprengen, aber auch so habe ich mich richtig ausgetobt. Dann haben wir noch 2 Huskies gesehen, die haben eine Frau gezogen, die auf einem Schlitten mit Rädern stand. Nee, das wär nichts für mich, da könnte ich ja garnicht überall schnüffeln.
Hier könnt ihr am Schatten sehen, dass Dagmar und Michael Riesen sind - auch wenn es nicht so aussieht, jeder hat 2 Beine:
lilly3

Dann sind wir zurück, leider war ich völlig verdreckt und mußte unter die Dusche. Dafür gab es nachher ganz leckeres Abendbrot und zur Belohnung ein Würstchen.
Lieber Hundegott, kannst Du nicht jeden Monat 1 x Silvester sein lassen?

29. Dezember 2007

Ist das langweilig…..

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 22:43

Ist ja wirklich ein Mistwetter, Regen, kräftiger Wind, nichts für lange Spaziergänge. Dabei wollte mein Rudel an den (halb)freien Tagen einiges unternehmen. Michael (selbsternannter Cheffe), wollte an die Nordsee, Dagmar (wirklicher Cheffe) an die Ostsee. Also sah ich mich schon am Ostseestrand laufen. Aber war nichts. Beide sind shoppen gegangen. Aber nicht, dass ihr was falsch versteht, shoppen war heute bei bei meinem Rudel “Kauf nur im äußersten Notfall”. Aber vorher waren beide im Supermarkt und Michael (selbsternannter Cheffe) hat mir Hähnchenherzen mitgebracht. Die soll ich morgen kriegen. Na wenigstens etwas, wenn ich schon nicht an den Ostseestrand kann. Aber vielleicht ändert sich das Wetter ja noch. Drückt mir Daumen und Pfoten!!

27. Dezember 2007

Weihnachten bei Oma

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 21:34

Ich war ja schon ganz aufgeregt, als ich hörte, wir fahren Weihnachten in den Harz. Sonntag sollte es los gehen, aber mein Rudel war so träge, dass wir erst am späten Nachmittag losgefahren sind und prompt ab Hildesheim lag Schnee und die Autobahn wurde glatt. Vielleicht doch noch Schnee im Harz? Bei Oma angekommen ging Cheffe Michael gleich ins Wohnzimmer. “Gut” sagte er “kein Tannenbaum, sehr schön”. Oma gleich gefragt, ob er keinen Tannenbaum will, wir könnten ja am Heiligabend noch einen kaufen. Bloß nicht, meinte Cheffe, Weihnachten gibt es in 70% aller Familien Krach und davon haben 95 % einen Weihnachtsbaum. Außerdem ist ein Weihnachtsbaum nur was für Kinder, also brauchen wir keinen. Ganz verstehe ich das nicht, weil Dagmar schon öfter mal zu Cheffe sagt: “Sei doch kein Kindskopf”. Versteh einer mein Rudel. Am nächsten Tag ist Cheffe dann los mit Dir. “Hab extra für Dich meine ollen Stiefel mitgenommen” knurrte er mich noch an. Dann sind wir los durch die Feldmark im Harz. Was es da alles gab. ich konnte garnicht so viel schnüffeln, wie es überall gerochen hat. Eigentlich fehlte nur Schnee, dann hätte ich wieder zeigen können, dass an mir ein Lawinenhund verloren gegangen ist.
Harzer FeldmarkZurück im Haus habe ich mich gleich in die Küche verdrückt, und mein Liebelingsspiel gespielt: Oma anbetteln. Klappt immer, was ich da alles kriege……. - nur wenn Cheffe das mitkriegt, ruft er immer, macht mir den Hund nicht fett, heute Abend füttere ich ihn. Dass sagt er natürlich genau in dem Moment, wo er sich das 3. Stück Stollen reinschiebt. Der hat gut reden, zu Dagmar sagt er immer, ab Januar gehe ich auf Diät und bei mir heisst es, aufpassen, dass ich nicht dick werde. Wieder so ein Punkt, wo ich mein Rudel einfach nicht verstehe. Meine Fleischwurst zu Weihnachten ist auch kleiner ausgefallen als im letzten Jahr, meine ich jedenfalls, habe nicht nachgemessen, aber so schnell, wie ich die verputzt habe, muß die kleiner gewesen sein.
Am Weihnachtstag sollte ja die Überraschung kommen. Kam aber nicht. Dagmars Cousine mit Mann und Schwiegermutter kamen zum Kaffeetrinken. Sie haben einen kleinen Welpen, einen Berner Sennenhund, Thula, oder so ähnlich heißt der. Der sollte mitkommen, damit wir anständig im Garten und Wohnzimmer toben können. Aber er durfte nicht mit. Sein Cheffe hatte Angst, er würde vor Aufregung in die Stube pischern, Na und? Ist doch noch jung. Schade, wäre sicher ein lustiger Nachmittag geworden.
Abends sind wir dann wieder nach Hause gefahren in die tannenbaumfreie Zone. Mal sehen, was sich hier jetzt so tut.
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21. Dezember 2007

Ist Weihnachten ein Familienfest?

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 17:58

Dagmar sagt immer, dass Weihnachten ein Familienfest ist und dass an solchen Tagen die Familie zusammen sein muß. Deshalb fahren wir auch am Sonntag zu Dagmars Mutter in den Harz.
Michael sagt bei solchen Gelegenheiten immer: Lieber Ratten im Keller, als Verwandte im Haus, worauf Dagmar ihn immer so strafend ansieht.
Ich finde das ja richtig schön, wenn mein Rudel noch größer ist an solchen Tagen, denn dann kriege ich noch mehr Streichler und ich weiß ganz genau, was ich machen muß, um überall ein Leckerchen zu bekommen, wenn Dagmar und Michael nicht hinsehen. Besonders Michael, der immer sagt, bloß keinen fetten Dackel.
Leider kommt mein altes Rudel mich nicht besuchen. Aber 2 x im Jahr besuche ich mein Rudel, im Frühjahr und im Sommer, dann toben wir durch den Garten, meine Mutter Grille, meine Schwester Lotte und meine Nichte Paula sind dann da. Ich freue mich schon drauf und damit ich nicht vergesse wie sie aussehen, hat mir der Züchter zu Weihnachten ein Foto geschickt, ist ja also doch ein Familienfest.

Hier seht Ihr von links nach rechts:
meine Nichte Paula, Grille meine Mama Grille und Lotte, meine Schwester.
Lillys Familie0001

Allen meinen Freunden und Lesern schöne Tage beim Familienfest Weihnachten - und dann erzähle ich Euch, wie es im Harz war. Dagmar sagt, dass da eine Ã?Å?berraschung auf mich wartet. Vielleicht eine große Portion Pansen?

19. Dezember 2007

Kein Weihnachtsstress

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 11:04

bei Dagmar und Michael. Noch scheint da alles wie sonst, aber meine Freunde unterwegs klagen schon, dass sie weniger rauskommen, dass Unruhe in der Wohnung oder im Haus ist. Kann sein, dass bei uns alles normal ist, weil noch viel zu tun ist. Gestern bin ich mit Michael im Auto mit zu Kunden gefahren. Leider ließ er mich im Auto, dabei wollte ich doch endlich mal sehen, wie die Büros der Kunden aussehen. Hätte sicher noch so manchen Streichler bekommen. Michael sagt immer, Weihnachten geht ihm…, ich schreibe es lieber nicht, sonst gibt es Ärger mit den kleinen Welpen, die hier mitlesen. Jedenfalls hat er keinen Baum gekauft und das ganze sentimentale Ge… kann er nicht ertragen, sagt er jedenfalls.
BrockenSonntag fahren wir zu Dagmars Mutter in den Harz. Bin gespannt, vielleicht liegt da ja Schnee, dann bin ich wieder Michaels Lawinenhund.
Mal sehen, wo mein Rudel da mit mir spazieren geht. Schön wäre es, wenn wir mal zum Brocken wandern würden. Dagmar Sagt ja immer: Wandern ist Breitensport, aber Michael sagt, Breitensport ist Massenmord und setzt sich lieber ins Auto.
Hauptsache mein Rudel nimmt ordentlich Würstchen mit. Zum Leidwesen von Michael steht da nämlich ein Tannenbaum und Oma legt für mich immer eine Döse Würstchen unter den Baum. 2 Dosen wären mir ja lieber, aber denn höre ich schon wieder Cheffe meckern: “Der Hund wird zu fett, der kommt auf Diät”. Bei mir meckern, aber selbst geht er an keiner Nascherei vorbei. Es ist für mich manchmal nicht so leicht, sein Rudel zu verstehen.

Foto: “Brocken” Werner Neunherz, Pixelio

16. Dezember 2007

Sonnabend im Einkaufszentrum

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 21:55

Europapassage HamburgGestern merkte ich, dass Dagmar und Michael wegfahren würden. Ich sie ganz lieb angesehen und da sagte Dagmar, “Du darfst mit zu Sabine und Peter”. Was habe ich mich gefreut. Zu Sabine und Peter, den Freunden von meinem Rudel. Da liegt immer eine große Portion Leckerchen extra für mich und ich konnte es garnicht erwarten, nach Hamburg zu den beiden zu kommen. Aber da war es erst einmal richtig langweilig, denn die tranken Kaffee und redeten und redeten. Zwischendurch bin ich immer schnell in die Küche zu Sabine, da hab ich mir dann immer einen schönen Leckerbissen geholt. Mein Rudel hat schon richtig liebe Freunde.
Dann standen die auf und ich denke, es geht nach Hause. Aber nein, Peter holte sein Auto und wir fuhren ins Einkaufszentrum. Sabine und Dagmar zogen gleich los, kaum dass wir das Parkhaus erreicht hatten, die beiden Männer aber ganz seelenruhig einen Parkplatz gesucht und dann haben sie schnell eine Runde durch das Einkaufszentrum gedreht. Dabei haben die nur geredet, sind nirgendwo rein, nur gequatscht und ich an der Leine die vielen Beine gesehen. Auf einmal taucht noch so ein Winzling auf, das war aber eine Freunde. Wir haben erst einmal ein kleines Tänzchen gemacht, aber dann mußte ich weiter, Peter und Michael gingen nämlich dann in ein Cafe und redeten und redeten weiter. Das weibliche Rudel ging durch die Geschäfte, sah sich die Schaufenster an, aber ich lag schön im Cafe und habe mit den Menschen geflirtet. Ne, also mit Sabine und Dagmar durch die Boutiquen rennen, dazu hatte ich nicht die geringste Lust! Das ist ja sooo langweilig. Michael sagte noch, Peter, wir mieten einen LKW, damit wir die Klamotten nach Hause kriegen, die unsere Frauen eingekauft haben.
Dann endlich kamen die beiden - ohne eine Einkaufstüte, die Cheffe und sein Kumpel  konnten es nicht fassen, fragten, ob alles in Ordnung sei, ob alle gesund sind, dann tranken alle noch etwas und dann ging es wieder zu Sabine und Peter. Und ich hatte vielleicht einen Hunger. Zum Glück hatte Dagmar daran gedacht und mir im EKZ ein ganz besonderes Abendbrot mitgebracht. Das hat geschmeckt, so schnell fresse ich ganz selten.
War aber ein schöner Tag mit meinem Rudel und Sabine und Peter und heute, da habe ich nur gefaulenzt und auch keine Dummheiten gemacht.

Foto: D. Seltrecht, Pixelio / EKZ Europapassage, Hamburg

15. Dezember 2007

Berlin ist für mich keine Reise wert

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 11:23

und das kam so. Dagmar und Michael hatten in Berlin ein Fortbildungsseminar besucht. Beginn Freitag 12:00 Uhr, Ende Sonntag 18:00 Uhr. Je näher der Tag kam, merkte ich, dass Michael keine Lust mehr verspürte, nach Berlin zu fahren. Irgendwie fand er immer mal wieder ein Argument, hier zu bleiben. Aufgepasst dachte ich, der kriegt Freitag früh bestimmt hohes Fieber. Ich sollte die Tage dann bei Rita verbringen. Bei Rita bin ich gerne, davon später einmal.
Aber welch Wunder, Michael wurde nicht krank aber kurz bevor er mich zu Rita fahren wollte, rief Rita an, sie war krank geworden.
Dagmar und Michael also mein Hundekörbchen und Futter eingepackt und mich mitgenommen. Ab in die Hauptstadt.

berlinDas Hotel befand sich mitten in Berlin und dort angekommen, ging Michael mit mir auf Erkundungstour.
Nun bin ich es seit Welpenbeinen gewohnt, mein Bächlein und mein Geschäft nicht auf Strassen oder Pflaster zu machen, sondern im Wald, in der Feldmark oder auf Rasen. Aber das gab es da nicht, jedenfalls nicht in der Nähe des Hotels. Ich habe mich standhaft geweigert, auf den Bürgersteig zu kacken meine Geschäfte zu erledigen. All sein gutes Zureden half nicht. Nein, mit mir nicht, ich will es doch nur schön weich. Michael bekam etwas, was Dagmar Krise nennt, jedenfalls setze er mich ins Auto und fuhr los, eine Wiese finden. Finde mal so schnell eine Wiese! Nix da und er wollte doch pünktlich zum Seminar erscheinen. Also zurück ins Hotel. In der Pause nahm Michael mich an die Leine und ab auf die Strasse. Aber denkste, nicht mit mir. “Ich will Rasen!” - der versteht mich einfach nicht. Wieder durch die Strassen geschlichen, er mir wieder gut zugeredet. Aber nichts war, ohne weichen Untergrund, spielt sich bei mir nichts ab, da konnte er noch so oft sagen, Du darfst auf den Bürgerstieg scheissen machen, ich mach das schon weg. Ich wollte das einfach nicht. Michael hat mal einen Workshop gemachtder hieß so ähnlich: “Sag was Du willst und bekommst es”. Aber da hat er irgendwie nicht richtig aufgepasst, denn bei mir hat er zwar pausenlos gesagt, was er will (dass ich meine Geschäfte erledige), aber er bekam es nicht. - Er sollte den Workshop noch einmal wiederholen. -
Abends dann rein ins Auto und Grünflächen gesucht, wo Hunde “dürfen”. Endlich ein großer Park. Wir beide raus aus dem Auto und uns in die Büsche geschlagen. Aber so einfach wollte ich es ihm ja auch nicht machen. Erst mal schnüffeln, was hier für Kollegen schon waren, das dufte so herrlich, das ging vor. Das andere konnte warten.
Endlich, jetzt war ich an der Reihe und alles klappte vorzüglich. Nur Michael war sauer und wie, denn er hatte in dem Gebüsch genau dahin getreten, wo ein Kollege von mir vorher etwas hinterlassen hat (Ã?sonst sagt er immer, das würde Glück bringen, aber das gilt wohl immer nur für andere).
Am nächsten Morgen stand Michael extra früh auf, um vor dem Frühstück mit mir wieder zu dem Park zu fahren. Aber er ist ja zu blöde! Er hat sich die Strasse nicht gemerkt und so fuhren wir im dichten Berufsverkehr durch Berlin und suchten ein grünes Fleckchen.
So kann man die Hauptstadt auch kennenlernen. Ich fand das ganz prima, aber ich merkte, Cheffe wurde stinkig. Ich merke das immer daran, dass keiner richtig Autofahren kann, nur er. Alle sind blöd, pennen, kriechen, warten bei grüner Ampel auf rot, blinken nicht beim Abbiegen. usw. Nur mein großer Cheffe fährt vorbildlich!
Dann sahen wir eine Strasse mit Bäumen. Angehalten, ran an den Baum und dann habe ich mein Bächlein gemacht. Mehr nicht! Ich wollte es weich! Michael stand kurz vor einem Herzinfarkt. Zurück ins Hotel, keine Zeit mehr in Ruhe zu frühstücken (Höchststrafe für Michael) und ab ins Seminar.
Mittags wiederholte sich das Spiel, abends auch. Dann war Sonntag. Michael, gelernt aus seinem Frühstücksfehler, erst mal frühstücken. Sich ein schönes Fensterplätzchen im Hotel gesucht und ganz in Ruhe gefrühstückt und aus dem Fenster geschaut. Und was sieht er da? Hinter dem Hotel ist eine Rasenfläche, nicht groß aber immerhin RASEN.
Er runter zur Rezeption: “Wie komme ich auf den Rasen hinter dem Hotel?” Die machten vielleicht Augen! Da kommt man garnicht hin, meinte eine Dame, eine andere sagte, da müssen Sie runter in die Tiefgarage, ganz durch die Garage und da sei eine Tür, da steht “Notausgang”, da könne man raus. “Ich könnte sie umarmen” sagte Cheffe und die beiden Damen dachten, hier im Hotel übernachtet ein Irrer, der uns umarmen könnte, weil hinter dem Haus 50 qm Rasen sind.
Notausgang 66071Egal, wir beide runter und endlich ohne Leine konnte ich mich auf dem Rasen austoben, mein Bächlein und mein Geschäft erledigen und dann ging es wieder hoch. Cheffe beim Vorbeigehen an der Rezeption den beiden Damen zugerufen: “Super, es hat geklappt”, worauf die sich kopfschüttelnd weiter über ihre Arbeit her machten.
Michael zurück in den Frühstücksraum, mich tüchtig gelobt und weil ich so gut war und alles erledigt hatte, holte er ein Stückchen Wurst und so kam auch ich noch zu meinem Leckerchen.

Nee, also nochmal nach Berlin, dazu habe ich keine Lust! Ich brauche meine Wiesen und Koppeln, den Garten und was mir überhaupt nicht gefällt, an der Leine auf fremden Strassen zu laufen.

Fotos:
“Berlin City” Kaismirkarl, Pixelio
“Notausgang” Alexander Hauk, Pixelio

11. Dezember 2007

Die Geschichte vom Teich im Winter

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 22:22

Hier im Garten sind zwei Teiche. Michael sagte zwar, dass sei das “Tote Meer im Bonsai-Format”, aber er redet oft so einen Blödsinn. Ich habe natürlich als kleiner Welpe den Teich gleich entdeckt und als mein Rudel auf der Terrasse saß, habe ich mal schnell gezeigt, wie gut ein Dackel schwimmen kann. Leider wurde ich dafür nicht belohnt. Michael meinte, ich würde wie Aas stinken und mußte gleich unter die Dusche. Stimmte natürlich, aber ich liebe das Wasser, auch wenn es stinkt, und werde Euch noch viel erzählen.
teichJetzt gehe ich nur heimlich rein, im Sommer ist das Ufer voller Pflanzen, aber jetzt, wo alles abgemäht ist, sieht der Teich trostlos aus.

Michael hat mir da eine Geschichte erzählt, die er mit seinem Vorgänger-Rudel erlebt hat. Einer seiner 3 Hunde, Moritz, war schon älter und ist blind geworden. Der arme Kerl konnte nicht mehr jagen, aber im Garten und im Haus kannte er sich aus, da merkte man kaum, dass er nichts sehen konnte. Nur wenn Michael nach Hause kam, dann drehte er sich immer vor lauter Freude und dann hat er für kurze Zeit die Orientierung verloren. Aber Maxi und Till, die beiden anderen Kameraden, passten immer besonders auf ihn auf.

Nur einmal nicht richtig, im Winter, da passierte folgendes. Moritz stand vor der Terrassentür und wollte noch einmal raus. Kein Problem, das machte er immer so. Es war schon sehr spät, draußen hatte es begonnen zu schneien. Michael ging ins Bad und als er zurückkam, war Moritz immer noch draußen. Michael rief, kein Moritz kam, Michael pfiff, nichts passierte. Da höre Michael Till laut bellen und schon rannte er, nur mit einem Bademantel bekleidet, zum Teich. Dort schwamm Moritz, ganz verzweifelt, weil er das Ufer nicht fand. Durch den Schneefall hatte er seine eigene Fährte nicht mehr gefunden und ist im Teich gelandet.
Da lief Michael zur Höchstform auf. Wie einer vom DLRG rein in den Teich, Moritz geschnappt und ihn ins Bad getragen. Dort hat er ihn tüchtig abfrottiert, dann hat er den Haarfön geholt und ihn trockengeföhnt - eine ganze Stunde lang, bis er richtig trocken war. Und weil er Angst hatte, dass er sich eine Lungenentzündung geholt haben könnte, bekam er die seltene Ehre, im Bett schlafen zu dürfen. Michael war richtig in Sorge.
Am nächsten Morgen stand Moritz auf, als wenn nichts gewesen wäre, begrüßte sein Rudel und ging in die Küche, sein Frühstück zu holen.
Und sein Cheffe? Der lag im Bett und hatte sich eine dicke fiebrige Erkältung eingehandelt.
Schade, dass ich damals nicht in dem Rudel war, zu gerne hätte ich Michael im Schnee nackt im Teich seinen Moritz retten sein.

9. Dezember 2007

Grabenspringen am Sonntag

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 20:51

Heute, Sonntag, traute ich ja meinen Ohren nicht. Da zieht sich Cheffe, Michael, eine alte Jeans an, seine Stiefel für besondere Fälle und sagt zu Dagmar, ich geh mal mit der Lütten. Hatte ich doch richtig gehört, erstmal durch alle Räume geflitzt vor lauter Freude und dann aber mußte ich still sitzen, denn Cheffe mußte ja das Halsband (nein falsch, heisst ja eigentlich Halsung, Herr Jägermeister) anmachen. Bei den Klamotten, die er sich angezogen hatte, wußte ich, es geht in die Feldmark. Was habe ich mich gefreut, aber Cheffe konnte garnicht so schnell laufen, wie ich es wollte.
weg

Immer wieder habe ich mich umgedreht, damit er endlich mal einen Zahn zulegt, das ist doch kein Sonntagsspaziergang vom Seniorenverein!
Mir konnte das überhaupt nicht schnell genug gehen. Immer wieder habe ich ihm zu verstehen gegeben, dass er mal schneller gehen soll, aber heute konnte man ihm beim Laufen die Schuhe besohlen. Da war ich schon ganz weit weg, da kommt er immer noch ganz gemütlich an.
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Aber dann endlich, weg vom Wirtschaftsweg, rein in die Feldmark, am Knick vorbei. Aber dieser Regen! Das Wasser stand auf der Koppel , dass Michael gleich nasse Stiefel hatte, mir macht das ja nichts aus, den nassen Bauch bin ich ja gewohnt.
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Kann ja verstehen, dass Cheffe umdrehte und wir wieder zum Wirtschaftsweg gingen. Aber da, da hat er alles wieder gutgemacht, denn da konnte ich zeigen, was sein Winzling kann, wie er springen kann, ob das seine Jagdhunde auch so konnten? Und das machte mir richtig Spass.
Er mit Riesensatz über den Graben und ich hinterher. Oder ich vorweg und Cheffe hinterher. Hier angesetzt zum Sprung:
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Und dann trotz Steilufer so gut ich konnte auf die andere Seite. Das macht Laune, dass ist wie Kühe jagen!
Oder hier:
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Man muß manchmal der Gefahr ins Augen sehen. Schade, dass Michael so eine uralt Digikamera aus dem letzten Jahrhundert hat, denn sonst hätte er meinen Sprung einmal fotografieren müssen. Beim Eiskunstlauf hätte ich in der A und B-Note garantiert eine 6.0 bekommen, so elegant bin ich über den Graben gesprungen. Und er? Der hätte die Preisrichter bestechen müssen, um wenigstrens eine 2 zu kriegen. Um ganz ehrlich zu Euch zu sein, einmal bin ich abgerutscht und platsch bin ich im Graben gelandet. Aber das war mir egal! Das ist mir hier passiert, aber das ist ja auch eine richtige Steilküste:
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Dann sind wir beide langsam nach Hause gedackelt, ein wenig habe ich noch trainiert,
graben3

aber dann sind wir wieder zurück. Da könnt Ihr mal sehen, wie ich immer dafür sorgen muß, dass Michael Bewegung hat!

8. Dezember 2007

Dieses Mistwetter….

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 10:08

….kann ich überhaupt nicht leiden. Wenn morgens die Haustür aufgemacht wird und ich sehe, dass es schon wieder regnet, ich würde am liebsten sofort wieder zurück ins Haus. Ich erledige dann alles ganz schnell. Glaubt nicht, dass ich wasserscheu bin, im Gegenteil, davon erzähle ich Euch noch, aber wenn ich über den Rasen laufe oder die Koppeln, dann kriege ich sofort ein nasses Bäuchlein. Stört mich zwar nicht, auch wenn es nicht gerade zu meinen Lieblingsgefühlen gehört, aber kaum bin ich an der Tür steht Dagmar da mit einem Handtuch und trocknet mich ab. So ein Quatsch, ich kann mich doch auch kräftig schütteln, wenn ich ins Haus komme. Ja, ich weiß, dann sind die Möbel und die Wände bekleckert, aber warum sagt Cheffe dann nicht, ich darf das, weil ich ein Winzling bin? Bei den großen Hunden sagt er immer, wenn die sich in der Wohnung schütteln, können die gleich neu tapezieren. Bei mir müssen sie nur ein bißchen putzen. Cheffe ist überhaupt nicht konsequent.
Also dann lieber Schnee. Dann höre ich Michael schon wieder rufen: “Komm her, Du oller Lawinenhund”. Was ist das bloß, eine Lawine? Hier in Bullenkuhlen habe ich die noch nie gesehen, dabei passe ich schon immer auf wenn Schnee liegt, damit ich endlich mal eine kennenlerne.