Lillys Blog Auch Dackel bloggen


9. April 2008

Beim Trimmen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 11:47

Montag war ich mit Dagmar in Rendsburg. Für die Südlichter: Rendsburg liegt am Nord-Ostsee-Kanal, da wo die dicken Pötte durchfahren, die nicht den Umweg über Dänemark und das Kattegat und Skagerrak fahren wollen, sondern von Kiel nach Brunsbüttel oder umgekehrt auf dem Kanal die Reise abkürzen wollen. Da in der Nähe des Kanals bei Rendsburg lebt mein Züchter mit meinen näheren und entfernten Angehörigen.
Ich freue mich immer auf das Wiedersehen mit Tanten, Onkeln Nichten usw., aber diesmal war es ein anderer Grund. Ich sollte zum Trimmen. Sagte Michael. Ich bin eine Dame, ich gehe nicht zum Trimmen, auch wenn es Zeit war, dass meine Wolle vom Winter runterkommt. Schon damit Michael nicht ständig meckert und sagt, Lilly wird fett. Stimmt nicht, ich bin nicht fett, es ist meine Wolle, die mich unvorteilhaft aussehen lässt. Und da Napoleon auch bei uns ist, wollte ich gut aussehen und bin deshalb nicht zum Trimmen, wie er das immer sagt, ich bin zum Coiffeur. Danach sah ich richtig gut aus und konnte garnicht erwarten, Napoleon meine neue Frisur zu zeigen. Der hat sich auch richtig gefreut, als ich zurück kam und wir haben erst einmal eine Runde über den Rasen getobt. Dann kam Cheffe, ich wusste, dass der wieder einen saudummen Spruch drauf hat. “Du siehst heute aus wie eine Mischung aus Kanalratte und Stichelhaarhündin” sagte er, und natürlich “sie muß abnehmen, sie wird zu fett”. Wusste ich doch, dass der Spruch wieder kommen würde, die Schallplatte hat Cheffe wohl verschluckt und so höre ich das ständig.
Schade, dass Dagmar keine Digi dabei hatte, sonst hätte ich Euch meine Familie vorgestellt.
Aber ich habe noch ein Bild vom Herbst, da waren wir gaaaanz brav.
My_family

31. März 2008

Napoleon ist da

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 17:33

Seit Donnerstag letzter Woche ist Napoleon da. Dagmar hat ihn abgeholt, sein Cheffe ist für mehrere Monate verreist und deshalb ist er zu uns gekommen.

napoleon

Klar, ich kenne Napoleon schon lange. Er war schon mehrmals bei uns und wir verstehen uns ja auch gut. Er ist klein und ganz in der Tradition der kleinen Staatsmänner, Napoleon, Sarkoszy und wie unser Exkanzler und jetziger Gasverkäufer hält er sich für unwiderstehlich. Spielt gerne den Obercoolen oder den Macho, wenn ich mit ihm spielen will. Aber dann läßt er sich doch herab, mit mir durch das Haus zu toben. Mein Cheffe sagt immer, er gehorcht besser als ich. Klar, er ist ja auch ein Jack Russel und kein Dackel.
Beim Spazierengehen will er mir dann immer zeigen, wie toll er ist, eben typisch Napoleon. Da macht er schon mal sein Bächlein und läuft dabei auf 3 Beinen weiter oder er macht einen Handstand, wenn er sein Häufchen erledigt hat. Logisch, er will mir imponieren, aber ich laß mir natürlich nichts anmerken.
Zuhause gehört Napoleon zu den Hunden, die im Bett schlafen dürfen. Da ist er bei meinem Cheffe an der falschen Adresse, ins Bett darf er nicht. Aber letzte Nacht hat er sich heimlich ins Schlafzimmer geschlichen und sich neben das Bett von Dagmar gelegt. Cheffe hat aber nicht geschimpft, sondern nur gegrinst.
Gestern wollte ich ihn gleich mit Nordseewasser taufen. Aber Napoleon ist wasserscheu, naja, sein Namensvetter hat ja auch keine Seeschlachten geschlagen. Wir sind nämlich nach Brunsbüttel gefahren, da wo die Nordsee auf den Nord-Ostsee-Kanal trifft oder umgekehrt? Ich weiß es nicht genau, aber da waren jedenfalls gestern weine Menge Riesenschiffe.

faehre

Ich habe mich immer ans Ufer geschlichen, aber spätestens, wenn ich die Beine im Wasser hatte, kam von Cheffe ein Anschiss Anraunzer. Ich kam nicht dazu, einmal richtig zu schwimmen, dabei wollte ich Napoleon zeigen, wie gut ich das kann. Er aber immer in großem Abstand zum Wasser, nicht mal versucht, heimlich ein Bad zu nehmen.
Schade, denn das Gesicht von Cheffe hätte ich gerne gesehen, wenn er uns beide aus dem Wasser hätte kommen sehen.
War aber trotzdem schön. War ein richtig langer Marsch am Kanal vorbei, neben uns die großen Ozeandampfer, die aber nicht gedampft haben und dann sind wir auch 2 x mit der Fähre auf die andere Seite des Kanals gefahren. War richtig schön für uns.
Aber beim nächsten Besuch am Wasser, da muß Napoleon rein, dann ist es sicher auch noch wärmer und Cheffe meckert nicht rum.

24. März 2008

Ostern in der Lüneburger Heide

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 12:39

Mein Rudel hatte mir versprochen, dass wir ab Donnerstag nach Amrum fahren. Dagmar und Michael wollten viel am Strand laufen und ich freute mich auch schon richtig auf ein Bad in der Nordsee oder im Wattenmeer. Aber der Wetterbericht sagte, dass das Wetter wohl so sein würde, dass man sich besser im Haus aufhält. Dazu hatten beide aber keine Lust und sagten, dann bleiben wir zuhause. Mir ist das schlechte Wetter egal, Hauptsache laufen. Freitag war das Wetter wirklich grausam, aber mein Rudel hatte wohl ein echtes Sauerstoffdefizit. Deshalb sind wir richtig lang am Nachmittag gelaufen. Natürlich durch die Feldmark, die meisten Wege kannte ich schon, aber besser als im Haus im Korb zu liegen. Gestern, Ostersonntag, als mein Rudel gefrühstückt hatte, merkte ich gleich, dass etwas anders ist als sonst. Cheffe zog schimpfend seine Wanderstiefel an “meine Füße sind gewachsen”, aber als er fertig war, sah ich, dass auch Dagmar ihre Wanderstiefel angezogen hatte. Aber wohin würde es gehen und kann ich mit? Als ich sah, dass auch die große Wasserflasche, ein Badetuch und mein Wassernapf eingepackt wurden, wußte ich “es geht los”. Michael sagte, wir fahren in die Heide.

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Michael hat ja über 20 Jahre da gelebt, hat da auch mal seine Jägerprüfung abgelegt (heute will er davon nichts mehr wissen: Jagd in der Nähe von Städten sei nur noch Schund), damals ist er mit meinen Vorgängern durch die Feldmark und Heide gezogen, ich glaube, er liebt die Heide richtig. Zum Glück kennt er viele schöne Ecken durch die Jagd, die die Sonntagsspaziergänger nicht kennen und wo ich mich so richtig austoben kann. Ist schon schön, über den Sandboden zu rennen, Stöckchen zu sammeln, die mir die beiden dann werfen müssen und wenn die sich mal hinsetzen, dann ich es kaum erwarten, dass es weitergeht.
heide2.jpg
Und wir hatten Glück, die Sonne schien und es war nicht einmal kalt, so etwa 2 Grad +. Michael meint, es wird Zeit, dass ich zum Frisör gehen würde, mein Fell sei viel zu lang. “Oder hat der Hundefrisör sich den Arm gebrochen, dass Du immer noch so rumrennst?”. Mir macht das Trimmern ja nichts aus, das macht mein Züchter immer, aber Dagmar hat Angst, dass ich frieren würde. “Ein Hund, der sich bewegt, friert nicht!”, so der schlaue Cheffe, “also müssen wir dafür sorgen, dass Lilly sich bewegt”. Worauf Dagmar nur sagte, “wir heisst sicher ich” und schon war das Thema beendet. Aber nächste Woche muss ich wohl zum Trimmen, dann sehe ich wieder aus wie eine Kanalratte, meint jedenfalls Michael bestimmt wieder. Wetten?

16. März 2008

In Strande - Kieler Förde

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 22:09

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Freitag hörte ich, als Dagmar zu Michael sagte: “Morgen soll das schönste Wetter der nächsten Tag sein. Trocken, ca. 8 Grad, kein Wind. Ab Sonntag wieder Regen.” Ich meine Lauscher gespitzt. “Dann fahren wir nach St. Peter-Ording,” meint Cheffe, “da ist der Strand breit und lang, ich will meine Ruhe haben”. Kenne ja meinen Cheffe und meine Dagmar. Die ist nämlich froh, wenn sie so richtig unter Menschen ist, kann ihr garnicht voll genug sein. Cheffe sagt aber immer: “Ich lebe die Menschen - nur nicht im Pulk und in der Menge”.
Was würde also passieren? Nordsee? Oder nach Hamburg rein? Dagmar sagte wir fahren nach Kiel. Schweigen bei Cheffe. Dann: okay, aber nicht in die Stadt, an die Förde, an den Strand. Genau das wollte Dagmar. 2-3 Stunden Strandspaziergang und 2 Stunden in die Stadt. Was hab ich mich gefreut. Strand, Sand, Wasser, andere Hunde jede Menge. Ich konnte es kaum erwarten, dass beide aufstanden und als Cheffe den Rucksack im Auto verstaut hatte, wusste ich genau. “Es geht los!”
Komisch, Cheffe kriegt immer sofort einen Parkplatz, auch wenn es noch so voll ist. Er fuhr nämlich nach Strande, das liegt an der Kieler Förde ungefähr da, wo das Olympiazentrum Kiel-Schilksee ist. Ich kenne die Ecke genau, aber da gibt es so wenig Parkplätze.
Aber gestern nicht, sofort gefunden und ab an den Strand. Und die Förde hat mich gelockt. Ich sofort rein ins Wasser, Cheffe hat sich nur an den Kopf gefasst und gerufen, pass auf, Du erkältest Deine Eingeweide, Ich friere schon vom Hinsehen.

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Aber egal, ein Stück gerannt und wieder ins Wasser. Die Leute auf der Promenade blieben stehen, lachten und als ich rauskam, haben die sich richtig gefreut und jeder durfte meinen nassen Bauch mal kraulen.
Natürlich traf ich auch ein paar Kumpels, große und kleine, mit denen habe ich dann ein Tänzchen gemacht, aber mit mir schwimmen gehen, wollte keiner. Dann wurde es sehr steinig und wir gingen lange über die Promenade, aber sobald ich einen kleinen Weg zum Wasser gesehen habe, bin ich rein. Warum wohnt mein Rudel bloß in Bullenkuhlen und nicht an der Ostsee?
Danach wurde es langweilig. Beide rein nach Kiel und durch die Fußgängerzone. Alle Hunde wie ich brav an der Leine, kein Tänzchen, kein freudiges Begrüßen. Nach einer Stunde hatten die wohl genug gesehen, jedenfalls ging es zurück zum Auto und als wir dann zurück waren, da hatte ich vielleicht einen Hunger……
Hoffentlich geht es bald wieder ans Wasser.

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29. Februar 2008

Damit kann man mich bestechen

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 16:40

Vor 2 Tagen kam ein Paket mit DHL von Ludger Freese. Das roch schon so herrlich und als Michael es auspackte, sagte er, “endlich mal wieder eine anständige Leberwurst im Haus”. Das Wort Leberwurst hat mich elektrisiert. Ich blieb Michael auf den Fersen und immer wenn er zur Küche ging, habe ich ihn mit meinem Dackelblick angesehen, bis er endlich kapiert hat, was ich wollte: LEBERWURST.
Und das kam so. Als ich zu meinem Rudel kam, wollte Cheffe mich natürlich erziehen, so wie er seine Hunde immer erzogen hat. Aber er wußte wohl nicht, dass ich kein normaler Hund, sondern dass ich ein Dackel bin, und ein richtiger Dackel hat seinen eigenen Kopf. Natürlich gehorche ich aufs Wort, es muß ja nicht gleich das erste Wort sein.
Einmal sagte Cheffe zu Dagmar, alle Hunde mögen Leberwurstbrote. Endlich mal ein gescheiter Satz von Cheffe, denn als ich ein Leberwurstbrot bekam, so “feine Kalbsleberwurst”, da wußte ich, was ich zu tun habe, wenn ich Leberwurst will.
Als Cheffe mit seinen Trainingseinheiten mit mir anfing, habe ich überhaupt nicht hingehört. “Platz” und “Sitz” und “Hundeplatz”, “voran” und was für scheussliche Worte er auf einmal brachte, womit ich erzogen werden sollte. Nein, nicht mit Lilly. Auf jedem Spaziergang wollte er trainieren, aber nichts gelang ihm. Zurück im Haus sagte er zu Dagmar: Hier ist Dein Hund, der lernt das nie. Komisch, dann war ich immer Dagmars Hund, wenn ich aber was Tolles gemacht habe, dann war ich sein Hund. Ich werde die Menschen nie kapieren.
Beim nächsten Spaziergang kam Cheffe auf die glorreiche Idee, Leberwurst mitzunehmen und jedesmal wenn ich brav “Platz” und “Sitz” gemacht hatte, bekam ich ein bisschen Leberwurst. War ein richtig toller Spaziergang und ich habe aufs Wort gehorcht. Da war ich wieder Michaels Hund, nicht Dagmars Hund.
Hatte er aber auf einem Spaziergang keine Leberwurst mit, half nichts, ich hatte alles völlig vergessen.
Da blieb ihm nichts anderes übrig, als auch jedem Spaziergang eine Leberwurst mitzunehmen. Unter uns, das sah total bescheuert aus, ich habe gesehen, wie blöd die Leute ihn angesehen haben, die dachten, das muss ein Irrer sein, mit einer Leberwurst in der Hand gibt er seinem Hund Kommandos.

Noch ein Tip von mir: Ludgers Bauernleberwurst kann ich empfehlen, die schmeckt………..und Ludgers Blog muss Cheffe mir auch immer vorlesen, von Feuerwürsten, Fleischkäse, Fingerfood (gibt’s das auch für Hunde??), Putenbraten……

9. Februar 2008

Das ist mein Wetter

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 20:50

Anfang Februar und ich liege auf meinem Lieblingsplatz draußen unter der Buchsbaumhecke. Dagmar meint zwar, dass der Boden noch zu kalt ist, aber besser als im Hause zu liegen. Da kann ich wenigstens den Briefträger begrüßen, schade, dass der UPS-Kurier heute nicht kommt, denn der hat immer ein Leckerchen für mich in der Tasche. Leider sind meine Freunde, die Kühe von Bauer Schlüter, noch nicht da, die Koppeln sind leer, aber es gibt ja schon soviel zu schnüffeln.
Was habe ich mich gefreut, als sich nach dem Essen    mein Rudel  anzog, um spazieren zu gehen. Ich konnte garnicht so schnell rennen, wie ich wollte. “Krummbein, renn nicht so”, meinte Cheffe ein paarmal, aber ich finde das so schön, kein Regen, kein Nebel, Sonne und mein Bauch bleibt trocken. Auf dem Weg   kamen uns ein paar Reiter entgegen und die Pferde machten ihr Geschäft mitten auf den Weg.  Das hätte ich mir mal erlauben sollen. Erst war ich ja versucht, so einen frischen Pferdeappel zu fressen, wie ich es als Welpe immer heimlich gemacht habe. Dagmar fand das unmöglich, mochte garnicht nicht hinsehen. Cheffe meinte aber, das ist gesund, das ist eine Impfung und spart den Tierarzt. Geglaubt hat Dagmar es aber nicht.
Unterwegs haben wir heute auch Arno getroffen. Er ist ganz lieb, tut nur so, als wenn er böse wäre. Cheffe meinte, Arno ist kein Rüde und auch keine Hündin, er sei ein armes Schwein. Ich habe nicht verstanden, wie ein Hund ein Schwein sein kann, aber Cheffe hat dabei so blöde gegrinst. Und wo er Recht hat, hat er Recht.  Ich hätte heute noch stundenlang laufen können, aber mein Rudel wollte noch einkaufen. Aber sie haben mir versprochen, dass wir morgen an die Elbe fahren. Aber baden darf ich nicht, das Wasser ist noch zu kalt. Naja, für mein Rudel bestimmt, aber nicht für mich. Ich freue mich auf die Elbe und bestimmt werde ich wenigstens ein kleines Bad nehmen, auch wenn Cheffe mit 2 Fingern zeigt, wie kalt die Elbe ist.

27. Januar 2008

In Kiel

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 22:08

Die letzten Tage hat es hier richtig gestürmt und geregnet, nein gegossen hat es teilweise. Den Regen mag ich ja nicht so aber bei Sturm gehe ich spazieren. Michael sagt ja immer, mir kann nichts passieren, ich hätte Vierradantrieb.
Heute, am Sonntag, waren wir in Altenholz bei Kiel. Michael wollte unbedingt eine Baustelle besichtigen. In Kiel bin ich gerne, besonders in Kiel-Schilksee und in Strande. Da kann man herrlich in der Förde schwimmen, der Strand ist schön und man kann auch in Strande direkt neben dem Strand spazieren gehen. Da treffe ich immer viele andere Hunde und in der Nähe von der Förde bin ich gleich wieder im Wasser.
Auf die blöde Baustelle durfte ich nicht, ich musste im Auto bleiben.
Leider sind wir nicht mehr an die Förde gefahren, ich hatte gehofft, Cheffe hat einen guten Tag und fährt noch mit uns an den Strand.

kiel

Einmal war Cheffe ganz schlau. Er kannte einen Strandabschnitt in Kiel-Friedrichsort. Da wollte er hin, aber den Abschnitt hat er nicht gefunden. Die Leute haben ihn dann zu einer langen Treppe geschickt, die runter zum Strand führte. Dann kamen wir an den Strand, der war aber nicht schön und so sind wir weiter am Strand entlang gelaufen. Plötzlich waren wir mitten auf einem FKK-Strand. “Was machen wir jetzt?” fragte Dagmar. Cheffe meinte, wir haben die Wahl, die ziehen sich an oder wir ziehen uns aus. Cheffe meinte, am besten tun wir so, als wenn nichts wäre. Also wir durch, die beiden hinter mir her, als wenn es ganz normal wäre. Ich hörte noch wie Cheffe zu Dagmar sagte, toller Sonntag, jetzt kriegste noch ne Schwanzparade zu sehen. Ich weiß nicht, was er damit meint. Komisches Wort.
Wir haben dann noch ein Plätzchen gefunden, wo die beiden sich zum Sonnen hingelegt haben. Ins Wasser wollten sie nicht, das war ihnen zu dreckig, aber mir war das egal. Ich habe so lange gebettelt, bis die Beiden mir immer wieder Stöckchen ins Wasser geworfen haben, die ich dann rausgeholt habe.
Hoffentlich ist bald Frühling, dann geht es bestimmt wieder an die Nord- oder Ostsee.

Foto Kieler Förde mit Friedrichsorter Leuchtturm: Pixelio, S. Flint

20. Januar 2008

Mein Hobby

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 17:05

Also diese Woche war ja ganz schlimm, erst Sturm, dann Regen, ich mag das überhaupt nicht. Mit meinen kurzen Beinen habe ich sofort ein nasses Bäuchlein und so schön ist es nicht, draußen bei Regenwetter rumzulaufen.
Nein, wasserscheu bin ich nicht, überhaupt nicht, im Gegenteil. Wenn ich irgendwo Wasser sehe, einen Teich, ein See oder einen Fluß, dann kenne ich kein Halten. Dann muß ich rein. Ich schwimme so gerne. Wenn wir im Sommer an die See fahren, dann hat Michael gleich am Handstrand einen Parkplatz. Naja, ist kein Parkplatz, kam ihm schon teuer zu stehen. Hat sich richtig mit der Gemeinde Grömitz angelegt.
Sobald ich nur die Salzluft rieche, springe ich raus aus dem Auto und rase zum Strand. Da sind dann viele andere Hunde, aber erst einmal muss ich ins Wasser. Wenn ich dann sehe, dass andere Hunde Stöcke ins Wasser geworfen bekommen oder sogar Bälle, dann laufe ich ja zu richtig großer Form auf. Mal sehen wer schneller ist, schon manchem großen Hund habe ich den Ball vor der Nase weggeschnappt. Danach tobe ich mit denen immer rum und wenn Dagmar den Strandkorb bezogen hat, dann gehen wir am Strand entlang spazieren und ich fordere beide auf, mir Stöcke ins Wasser zu werfen. Manchmal gehen die beiden ja auch mit ins Wasser, wenn es warm ist, sonst sind die wohl wasserscheu. Also, ich bin gerne im Wasser und kann nicht genug kriegen.

Lillys ElbeSonntag waren wir dann an der Elbe, jetzt ist natürlich kein Badewetter. Für Euch Menschen nicht, für mich gelten da andere Gesetze. Ich habe solange gebettelt, bis mir Michael einen Stock ins Wasser geworfen hat und…. da hatte er verloren. Das musste er dann immer wieder wiederholen, ich habe ihm doch keine Ruhe gelassen. Das macht doch viel mehr Spass. als durch Bullenkuhlen zu laufen. Er sagte zwar zu mir, dass er schon beim Zusehen eine Grippe kriegt und Dagmar hat er gleich gefragt, ob sie Vitamine für ihn mithabe, er hätte sicher schon 40 Fieber und ob sie wüßte, welcher Arzt denn Notdienst hat - aber das ist typisch Michael, immer übertreiben. Aber ich glaube, mein Rudel hat schon geahnt, dass ich ins Wasser gehe, denn warum haben die wohl sonst ein Badetuch mitgenommen?

Und wenn Ihr genau hinseht, dann könnt Ihr sehen, wie schön ich das Stöckchen aus der Elbe gefisch habe.

12. Januar 2008

Das war eine langweilige Woche

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 17:35

Normal ist besonders der Sonntag mein Tag. Da geht mein Rudel mit mir lange spazieren oder wir fahren irgendwo hin, wo ich viel Neues erschnüffeln und mich so richtig austoben kann. Aber Sonntag ist doch mein Rudel tatsächlich schon um 11:00 weggefahren, ohne mich. Zu einem Neujahrsempfang. So ein Quatsch, am 06. Januar zu einem Neujahrsempfang zu gehen, Neujahr war doch längst. Einen Grund müssen die ja haben. Ich weiß nicht genau, aber aus dem Reden habe ich gemerkt, dass Michael wieder seine Kumpels trifft, klar der kriegt ja Entzugserscheinungen, wenn er die längere Zeit nicht sieht.
Am Nachmittag, so um 15:30, kamen sie zurück. Was habe ich mich gefreut. Aber die gingen nicht mit mir spazieren, nur kurz raus und dann haben sie sich hingelegt. Schade, dass ich nicht aufgepasst habe, wer gefahren ist. Dann weiß ich nämlich alles.
Die ganze Woche über kamen dann Besucher, Leute von Firmen, die mit meinem Rudel sprechen wollten. Da ging es nur immer über Bonus, Rabatte, Umsatzzahlen, neue Produkte, Messebesuche. Meint ihr, einer hat mal über Hundefutter oder getrocknete Schweineohren geredet? Und keiner hatte Rinderpansen in der Hosentasche! Das war ja für mich sooo langweilig. Ich war richtig sauer und dann schleiche ich mich zu dem Besucher und lasse mich gaaaanz lange kraulen. Dann hören die nämlich auf über Umsatz und Rabatte zu reden. Die Besucher, die in dieser Woche da waren, waren alle sehr nett, manchmal sind da aber so Blödmänner, die wollen von mir nichts wissen. Dann verziehe ich mich auch in meinen Korb und weiß genau, Michael ist dann auch immer stinkig. “Wer den Hund nicht mag, brauch nicht erst zu kommen”, sagt er dann zu Dagmar. Wo Cheffe recht hat, hat Cheffe Recht. Naja manchmal muss man Cheffe einfach zustimmen.

3. Januar 2008

Bei Rita

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 19:33

Wenn mein Rudel schon einmal einen ganzen Tag ohne mich weg fährt, weil ich nicht mit kommen kann (was selten vorkommt), dann freue ich mich, wenn sie sagen, dass ich zu Rita fahre. Rita wohnt ein paar km von uns entfernt auf einem Dorf und ist wohl die beliebteste Frau dort, jedenfalls lieben alle Rita und mich liebt Rita. Ein Problem nur, das ist ihr Kater. Der ist immer eifersüchtig und haut einfach ab, wenn ich komme, statt mit mir zu spielen. Ist schon ein alter Herr, da nehme ich als junge Frau natürlich Rücksicht.
Wenn Rita weiß, dass ich komme, werden für den Tag alle Kinder aus der Nachbarschaft eingeladen. Wenn sie sagt: “Lilly kommt”, dann freuen die sich schon riesig. Dann toben wir in Ritas Garten, die Kinder werfen mir Bälle wie hier auf dem Foto, wo ihr Rita ganz rechts seht.
Rita1

Meist sind viel mehr Kinder im Garten, als ihr hier sehen könnt. Für einige Kinder bin ich Therapie, nämlich für die Kids, die Angst vor Hunden haben. Ich merke das sofort und mit denen spiele ich dann ganz besonders lieb so wie hier auf diesem Bild:
Rita3

Das macht uns beiden viel Spass und ich habe dann immer neue Freunde bekommen. Aber jetzt seht ihr, ich bin sogar ein Therapiehund und das kostet die Krankenkasse kein Geld!Und wenn die Kids müde sind, dann sorge ich schon, dass wieder mit mir gespielt wird,wie ihr
seht:

Rita2

Und keine Mutti hat Angst, alle haben Spass und dass alle auch Leckerchen in der Tasche haben, dürft ihr Cheffe nicht verraten, der meckert dann wieder und sagt, dass alle Welt mich zu einem fetten Hund machen will und dass er jetzt das Futter genau dosiert. Wenn mein Rudel mich abends abholt, bin ich auch richtig müde. Ich bin immer gerne bei Rita, aber jetzt hat sie doch Sorge um den alten Kater, der sich sicher wieder erschreckt, wenn ich komme und wegrennt.
Aber sicher kommt Rita auch uns mal wieder besuchen.