Lillys Blog Auch Dackel bloggen


31. Mai 2008

Öffter mal was Neues - aber bitte nicht mit Hunden!

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 19:06

Cheffe schäumte vor ein paar Monaten. Ich habe ihn richtig stinkig erlebt und geschimpft hat er wie selten. Was war passiert?
Cheffe hatte gehört, dass ein Nachbar, recht unerfahren in der Hundehaltung, auf Wunsch seiner Frau (weil sie sich das schon immer gewünscht hat) einen Rhodesian Ridgeback gekauft habe, der bald zu der Familie stossen würde. Ich erinnere mich wie Cheffe zu Dagmar sagte, dass er jede Wette halten würde, dass der Hund kein halbes Jahr bleiben würde. Er sagte noch, dass auch er sich selbst nicht zutrauen würde, einen solchen Hund zu halten, denn der würde fordern und müsste auch gefordert werden, dazu hätte er keine Zeit. Er erzählte noch von seinem Deutsch-Drahthaar, der ihn voll gefordert hätte, aber einen Ridgeback - nee , nee meinte er.
Dann kam Dagobert, 14 Wochen alt, ein lustiger und noch ganz ungestümer Kerl. Sein Frauchen stolz, zog Stiefel an und ging mit ihm spazieren. Nachgemachte “African Queen” meinte Cheffe sie. Gerne tobte er über die Rasenflächen, ein hübscher Kerl (wenn ich jünger wäre…). Eines Tages kamen 2 Frauen, die gingen mit ihm aufs Feld, ob sie da Übungen mit ihm gemacht haben weiß ich nicht. Ich durfte ja nicht raus. Dann habe ich die noch mal gesehen und plötzlich war Dagobert, der sich gerade so richtig eingewöhnt hatte und seine Bezugsperson hatte, weg. Einfach weg, abgelegt, wie eine Handtasche, die nicht mehr modern ist.
“Siehste”, sagte Cheffe, “aber mir ging es nicht um Recht haben, mir tut der Hund leid. So eine Entscheidung gehört genau überlegt und wenn so ein Hund in den Tagesablauf nicht passt, soll man die Finger davon lassen.” Manchmal hat sogar Cheffe Recht.
Cheffe hat dann vorgelesen, was bei Wikipedia steht:
“Einen nicht gut sozialisierten, nicht ausgelasteten, nicht mit Hundeverstand erzogenen Rhodesian Ridgeback um sich zu haben, führt unweigerlich zu Problemen, die häufig die Abgabe dieses Tieres zur Folge haben.”
Sauer war Cheffe besonders auch auf den Züchter. Diese Züchter müssen sich doch genau das Umfeld ansehen, in das sie ihre Tiere abgeben. Aber Hauptsache der Züchter kommt Geld, viel Geld für einen solchen Welpen. Mein Züchter hat mein Rudel unter die Lupe genommen, hat mich hingebracht, um zu sehen, ob wirklich alles okay ist.
Dann vor wenigen Tagen rennt da so ein schwarzes kleines Knäuel rum und freut sich seines Hundelebens. Carlo, ein süsser und luster Mischlingswelpe, fröhlich und übermütig.
Hoffentlich bleibt der lange bei seinem Rudel, mit dem muss man ja nicht so viel laufen und arbeiten.
Manche Menschen wissen garnicht, wie sie uns Hunde kaputt machen.

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