Lillys Blog Auch Dackel bloggen


31. März 2008

Napoleon ist da

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 17:33

Seit Donnerstag letzter Woche ist Napoleon da. Dagmar hat ihn abgeholt, sein Cheffe ist für mehrere Monate verreist und deshalb ist er zu uns gekommen.

napoleon

Klar, ich kenne Napoleon schon lange. Er war schon mehrmals bei uns und wir verstehen uns ja auch gut. Er ist klein und ganz in der Tradition der kleinen Staatsmänner, Napoleon, Sarkoszy und wie unser Exkanzler und jetziger Gasverkäufer hält er sich für unwiderstehlich. Spielt gerne den Obercoolen oder den Macho, wenn ich mit ihm spielen will. Aber dann läßt er sich doch herab, mit mir durch das Haus zu toben. Mein Cheffe sagt immer, er gehorcht besser als ich. Klar, er ist ja auch ein Jack Russel und kein Dackel.
Beim Spazierengehen will er mir dann immer zeigen, wie toll er ist, eben typisch Napoleon. Da macht er schon mal sein Bächlein und läuft dabei auf 3 Beinen weiter oder er macht einen Handstand, wenn er sein Häufchen erledigt hat. Logisch, er will mir imponieren, aber ich laß mir natürlich nichts anmerken.
Zuhause gehört Napoleon zu den Hunden, die im Bett schlafen dürfen. Da ist er bei meinem Cheffe an der falschen Adresse, ins Bett darf er nicht. Aber letzte Nacht hat er sich heimlich ins Schlafzimmer geschlichen und sich neben das Bett von Dagmar gelegt. Cheffe hat aber nicht geschimpft, sondern nur gegrinst.
Gestern wollte ich ihn gleich mit Nordseewasser taufen. Aber Napoleon ist wasserscheu, naja, sein Namensvetter hat ja auch keine Seeschlachten geschlagen. Wir sind nämlich nach Brunsbüttel gefahren, da wo die Nordsee auf den Nord-Ostsee-Kanal trifft oder umgekehrt? Ich weiß es nicht genau, aber da waren jedenfalls gestern weine Menge Riesenschiffe.

faehre

Ich habe mich immer ans Ufer geschlichen, aber spätestens, wenn ich die Beine im Wasser hatte, kam von Cheffe ein Anschiss Anraunzer. Ich kam nicht dazu, einmal richtig zu schwimmen, dabei wollte ich Napoleon zeigen, wie gut ich das kann. Er aber immer in großem Abstand zum Wasser, nicht mal versucht, heimlich ein Bad zu nehmen.
Schade, denn das Gesicht von Cheffe hätte ich gerne gesehen, wenn er uns beide aus dem Wasser hätte kommen sehen.
War aber trotzdem schön. War ein richtig langer Marsch am Kanal vorbei, neben uns die großen Ozeandampfer, die aber nicht gedampft haben und dann sind wir auch 2 x mit der Fähre auf die andere Seite des Kanals gefahren. War richtig schön für uns.
Aber beim nächsten Besuch am Wasser, da muß Napoleon rein, dann ist es sicher auch noch wärmer und Cheffe meckert nicht rum.

24. März 2008

Ostern in der Lüneburger Heide

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 12:39

Mein Rudel hatte mir versprochen, dass wir ab Donnerstag nach Amrum fahren. Dagmar und Michael wollten viel am Strand laufen und ich freute mich auch schon richtig auf ein Bad in der Nordsee oder im Wattenmeer. Aber der Wetterbericht sagte, dass das Wetter wohl so sein würde, dass man sich besser im Haus aufhält. Dazu hatten beide aber keine Lust und sagten, dann bleiben wir zuhause. Mir ist das schlechte Wetter egal, Hauptsache laufen. Freitag war das Wetter wirklich grausam, aber mein Rudel hatte wohl ein echtes Sauerstoffdefizit. Deshalb sind wir richtig lang am Nachmittag gelaufen. Natürlich durch die Feldmark, die meisten Wege kannte ich schon, aber besser als im Haus im Korb zu liegen. Gestern, Ostersonntag, als mein Rudel gefrühstückt hatte, merkte ich gleich, dass etwas anders ist als sonst. Cheffe zog schimpfend seine Wanderstiefel an “meine Füße sind gewachsen”, aber als er fertig war, sah ich, dass auch Dagmar ihre Wanderstiefel angezogen hatte. Aber wohin würde es gehen und kann ich mit? Als ich sah, dass auch die große Wasserflasche, ein Badetuch und mein Wassernapf eingepackt wurden, wußte ich “es geht los”. Michael sagte, wir fahren in die Heide.

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Michael hat ja über 20 Jahre da gelebt, hat da auch mal seine Jägerprüfung abgelegt (heute will er davon nichts mehr wissen: Jagd in der Nähe von Städten sei nur noch Schund), damals ist er mit meinen Vorgängern durch die Feldmark und Heide gezogen, ich glaube, er liebt die Heide richtig. Zum Glück kennt er viele schöne Ecken durch die Jagd, die die Sonntagsspaziergänger nicht kennen und wo ich mich so richtig austoben kann. Ist schon schön, über den Sandboden zu rennen, Stöckchen zu sammeln, die mir die beiden dann werfen müssen und wenn die sich mal hinsetzen, dann ich es kaum erwarten, dass es weitergeht.
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Und wir hatten Glück, die Sonne schien und es war nicht einmal kalt, so etwa 2 Grad +. Michael meint, es wird Zeit, dass ich zum Frisör gehen würde, mein Fell sei viel zu lang. “Oder hat der Hundefrisör sich den Arm gebrochen, dass Du immer noch so rumrennst?”. Mir macht das Trimmern ja nichts aus, das macht mein Züchter immer, aber Dagmar hat Angst, dass ich frieren würde. “Ein Hund, der sich bewegt, friert nicht!”, so der schlaue Cheffe, “also müssen wir dafür sorgen, dass Lilly sich bewegt”. Worauf Dagmar nur sagte, “wir heisst sicher ich” und schon war das Thema beendet. Aber nächste Woche muss ich wohl zum Trimmen, dann sehe ich wieder aus wie eine Kanalratte, meint jedenfalls Michael bestimmt wieder. Wetten?

16. März 2008

In Strande - Kieler Förde

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 22:09

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Freitag hörte ich, als Dagmar zu Michael sagte: “Morgen soll das schönste Wetter der nächsten Tag sein. Trocken, ca. 8 Grad, kein Wind. Ab Sonntag wieder Regen.” Ich meine Lauscher gespitzt. “Dann fahren wir nach St. Peter-Ording,” meint Cheffe, “da ist der Strand breit und lang, ich will meine Ruhe haben”. Kenne ja meinen Cheffe und meine Dagmar. Die ist nämlich froh, wenn sie so richtig unter Menschen ist, kann ihr garnicht voll genug sein. Cheffe sagt aber immer: “Ich lebe die Menschen - nur nicht im Pulk und in der Menge”.
Was würde also passieren? Nordsee? Oder nach Hamburg rein? Dagmar sagte wir fahren nach Kiel. Schweigen bei Cheffe. Dann: okay, aber nicht in die Stadt, an die Förde, an den Strand. Genau das wollte Dagmar. 2-3 Stunden Strandspaziergang und 2 Stunden in die Stadt. Was hab ich mich gefreut. Strand, Sand, Wasser, andere Hunde jede Menge. Ich konnte es kaum erwarten, dass beide aufstanden und als Cheffe den Rucksack im Auto verstaut hatte, wusste ich genau. “Es geht los!”
Komisch, Cheffe kriegt immer sofort einen Parkplatz, auch wenn es noch so voll ist. Er fuhr nämlich nach Strande, das liegt an der Kieler Förde ungefähr da, wo das Olympiazentrum Kiel-Schilksee ist. Ich kenne die Ecke genau, aber da gibt es so wenig Parkplätze.
Aber gestern nicht, sofort gefunden und ab an den Strand. Und die Förde hat mich gelockt. Ich sofort rein ins Wasser, Cheffe hat sich nur an den Kopf gefasst und gerufen, pass auf, Du erkältest Deine Eingeweide, Ich friere schon vom Hinsehen.

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Aber egal, ein Stück gerannt und wieder ins Wasser. Die Leute auf der Promenade blieben stehen, lachten und als ich rauskam, haben die sich richtig gefreut und jeder durfte meinen nassen Bauch mal kraulen.
Natürlich traf ich auch ein paar Kumpels, große und kleine, mit denen habe ich dann ein Tänzchen gemacht, aber mit mir schwimmen gehen, wollte keiner. Dann wurde es sehr steinig und wir gingen lange über die Promenade, aber sobald ich einen kleinen Weg zum Wasser gesehen habe, bin ich rein. Warum wohnt mein Rudel bloß in Bullenkuhlen und nicht an der Ostsee?
Danach wurde es langweilig. Beide rein nach Kiel und durch die Fußgängerzone. Alle Hunde wie ich brav an der Leine, kein Tänzchen, kein freudiges Begrüßen. Nach einer Stunde hatten die wohl genug gesehen, jedenfalls ging es zurück zum Auto und als wir dann zurück waren, da hatte ich vielleicht einen Hunger……
Hoffentlich geht es bald wieder ans Wasser.

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