Lillys Blog Auch Dackel bloggen


28. November 2007

Bei meinem neuen Rudel

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 21:31

Fast neun Wochen war ich bei dem Züchter in Rendsburg und habe mit meinen Geschwistern gebalgt. War eigentlich richtig schön. Ich mußte nichts machen, nur fressen und schlafen und wachsen. Zwischendurch kam mal so ein Kerl, der hatte so Spritzen in der Hand und hat uns alle gepickst, naja, tat nicht richtig weh, aber ich glaube, die nannten den Tierarzt oder so. Geschlafen haben wir alle in einer schönen Kiste, haben übereinander gelegen und alle paar Stunden kam unser Züchter, lud uns in eine Wanne und brachte uns in den Garten. Auf dem Foto von gestern könnt Ihr das ja gut sehen. Er sagte immer, wir sollen uns lösen. Michael sagt dazu immer, ich soll Bächlein machen. Dann tobten wir noch auf dem Rasen rum bis wir hungrig und müde waren, bekamen Milch von unserer Mutter und Futter aus dem Napf, so ging das jeden Tag.
Zwischendurch kamen dann immer Dagmar und Michael. Hab mich schon immer gefreut, denn dann bekam ich ein paar Extraportionen Krauler und Streichler und konnte bei meinen Geschwistern angeben.

Eines Tages kam der Züchter, lud mich mit seiner Frau ins Auto und dann ging es nach Bullenkuhlen. Komischer Name, dachte ich, mal sehen, was so auf mich zukommt. Ganz allein, ohne meine Brüder und Schwester. Mensch, war ich aufgeregt, dieses Auto, die Geräusche. Dann kamen wir an. Dagmar und Michael hatten schon gewartet, ich durfte gleich auf dem Rasen laufen, bekam Wasser zum Saufen und dann setzen die sich in den Gartenpavillion und tranken Kaffee. Ich war ja sooo müde und bin gleich im Pavillion eingeschlafen. Als ich wach wurde, waren meine Züchter weg, jetzt war ich ganz allein mit meinem Rudel.
Bin dann den beiden immer nachgelaufen, wollte sehen, was es in Bullenkuhlen so alles gab und was die so machten.
Das waren ja neue Eindrücke……

rasen.jpg
Ich weiß nur noch, abends im Haus lag ich in meinem Körbchen und habe meine Geschwister vermisst und ein wenig gejault. Dagmar und Michael sind eine Wendeltreppe nach oben gegangen, jetzt war ich ganz allein.
Am nächsten Morgen, als beide runterkamen, habe ich mich riesig gefreut, endlich war mein Rudel wieder zusammen. Ich habe mich so gefreut, dass ich ein kleines Freudenbächlein gemacht habe, aber das kam danach nie mehr vor, ich hatte ja gelernt, dass man das draußen auf dem Rasen erledigt. Nie mehr, so ganz stimmt das nicht, ich glaube 2 x ist das noch passiert.
Aber da verstand ich Michael nicht. Ich lag vor der Tür und wollte raus. Und er? Er las Zeitung und wenn der Zeitung liest, vergisst der die Welt um sich herum. Da muß er sich nicht wundern. Sonst ist er ja okay und seine Stimmung erkenne ich daran, wie er zu mir spricht. ââ?¬Å¾Mein Mädchenââ?¬Å?, dann ist er gut gelaunt, dann kann ich mir alles erlauben, ohne dass er böse wird. Wenn er sagt. ââ?¬Å¾Olle Kanalratteââ?¬Å?, dann hau ich lieber ab in mein Körbchen, das sagt er nämlich immer, wenn ihm was nicht gefällt, was ich so angestellt habe.
Und manchmal muß man ja was anstellen, sonst ist es doch langweilig in Bullenkuhlen.
Davon schreib ich, wenn er wieder vor seinem Fernseher sitzt und bloggt. Manchmal raunt er seinen Fernseher an, (er nennt den Fernseher PC oder Computer) ââ?¬Å¾Mistding, ich schmeiß Dich gleich in die Elbeââ?¬Å?.

2 Kommentare »

  1. Liebe Lilly, Du mutiger Dackel, auch wir sind als “Minis” hier gelandet… Lady Achi mit 7 Monaten befreit aus einer österreichischen Zwangszucht und schwer mißhandelt (da kam auch unser erster Rüde “Jhampa” her mit 18 Monaten, der dann mit 4 Jahren von einem Irren vergiftet wurde) - und Sir Jowo war der erste Welp hier im Haus - Nachfolger von Jhampa.. so landen Hundebabies hier weich - ist ja immer mindestens eine Mama da… bald kommt Wanda… die hat dann Hunde Papa UND Hunde Mama… sach ma, was machste denn abenteuerliches bei den baudaxen?!

    Kommentar von Achi & Jowo of Avalon — 28. November 2007 @ 23:04

  2. Dann gib bitte mal Lady Achi einen Nasenstüber von mir.
    Schläge kenne ich nicht, zum Glück, aber Belohnungen.
    Morgen erzähl ich von meinem Freund Pepe, dem Revierkater.

    Kommentar von admin — 28. November 2007 @ 23:29

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